Röntgenbild

Ein Röntgenbild ist ein durch Anwendung von Röntgenstrahlung erzeugtes Abbild. Benannt nach der von Wilhelm Conrad Röntgen entdeckten Strahlung ist die Röntgenaufnahme eines der bekanntesten bildgebenden Verfahren in der Medizin. Elektromagnetische Wellen durchdringen den Körper und beleuchten den Röntgenfilm. Früher wurde das Röntgenbild noch analog auf eine spezielle Folie aufgenommen. Inzwischen hat sich digitales Röntgen mithilfe von Computern durchgesetzt. Neben den optisch vorhandenen Informationen enthalten solche Aufnahmen, entweder auf dem Bild selbst oder auf dem Schutzumschlag, personenbezogene Daten. Diese Informationen bilden einen sensiblen Datensatz, der entsprechend sicher aufbewahrt und nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist sicher vernichtet werden muss.

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Aufbewahrung von Patientenunterlagen (Foto: carlosseller, AdobeStock)

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Gut zu wissen ...

Wie werden alte Röntgenbilder entsorgt?

Für Röntgenbilder gilt eine Aufbewahrungsfrist von mindestens zehn Jahren. Danach übernimmt sie ein zertifizierter Röntgenfilmentsorger zur sicheren und datenschutzkonformen Verwertung. Da Röntgenbilder wertvolle Rohstoffe wie Silber und Kunststoff enthalten, werden sie dem Recycling zugeführt. Gleichzeitig erfolgt im Entsorgungsprozess die unwiederbringliche Vernichtung enthaltener Daten. Weil Kliniken und andere medizinische Einrichtungen verpflichtet sind, sensible Patientendaten wie Röntgenfilme vor Fremdzugriffen zu schützen, ist bei der Entsorgung besonders große Sorgfalt geboten.

Kinder dreimal strahlenempfindlicher als Erwachsene

Für Röntgenuntersuchungen bei Kindern gelten laut Röntgenverordnung keine speziellen gesetzlichen Vorgaben. Weil ihr Körper bis zu 3-fach strahlenempfindlicher als der Körper eines Erwachsenen ist, sollten aber, wann immer es machbar ist, alternative Untersuchungen durchgeführt werden, um die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten (z. B. Ultraschall). Neue Verfahren und der Einsatz spezieller Filter und Einstellungen bspw. helfen dabei, die Strahlendosis beim Röntgen von Kindern zu vermindern.

Warum werden bei manchen Röntgenuntersuchungen Kontrastmittel eingesetzt?

Viele Gewebe und Organe im Körper lassen sich in der radiologischen Diagnostik oft nicht ausreichend voneinander unterscheiden. Durch den Einsatz von Kontrastmitteln wird ihre Dichte erhöht. Zusätzlich werden künstliche Kontraste auf den Röntgenaufnahmen erzeugt. So ist eine verbesserte Darstellung der untersuchten Körperstruktur und eine präzisere Erkennung von Veränderungen sowie Unregelmäßigkeiten möglich. Außerdem werden Hohlorgane, wie der Magen-Darm-Trakt oder die Blutgefäße, hervorgehoben und lassen sich so besser untersuchen. Kontrastmittel werden entweder durch Schlucken, als Einlauf oder durch eine Injektion verabreicht.

Seit wann gibt es das medizinische Röntgen?

Die Röntgenstrahlung wurde am 8. November 1895 vom Physiker Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt. Erste medizinisch-indizierte Röntgenaufnahmen erfolgten 1896 in der Wiener Universitätsklinik. Anfangs war jedoch nur die Abbildung von Extremitäten möglich. Im Laufe des Jahres gelangen auch erstmals Bilder von Hals, Thorax (Brustkorb) und Abdomen (Bauchbereich). 1897 konnten erste Röntgenaufnahmen des Magen-Darm-Traktes angefertigt werden.

Röntgenblick

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