Datenschutz

Röntgenfilme und Datenträger enthalten personenbezogene und besonders schutzwürdige Informationen. Deshalb müssen sie sicher aufbewahrt und umgehend nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist datenschutzkonform vernichtet werden. Schutz und Umgang sensibler Patientendaten von der sicheren Aufbewahrung und Entsorgung unterliegt seit Erlass der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Verbindung mit dem neuen Bundesdatenschutzgesetz (BDSG-neu) seit Mai 2018 noch schärferen Datenschutz-Vorschriften. Bei Rechtsverletzungen drohen Abmahnungen und hohe Geldbußen. Die Entsorgung und Vernichtung von Röntgenfilmen verlangt nach höchsten Datenschutz- und Sicherheitsstandards gemäß der maßgeblichen internationalen Norm ISO/IEC21964 (DIN 66399).

Themen

Datenschutzverstöße bei der Röntgenfilmentsorgung können Folgen haben.

Aufbewahrungsfrist
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Röntgenfilmentsorgung

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Datenschutz

Kontaktlose Röntgenfilmentsorgung per Post

Weltweit stehen medizinische Einrichtungen gerade vor der gigantischen Herausforderung, sich für die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie zu wappnen. Hierbei geht es nicht nur darum, personelle und räumliche Kapazitäten zu schaffen,...

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Geschlossener Entsorgungskreislauf

Ob niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser oder spezielle medizinische Einrichtungen: sensible Patientendaten und Datenträger sind streng vertraulich zu behandeln. Das betrifft neben der Aufbewahrung auch deren Entsorgung. Human- und veterinärmedizinische Einrichtungen...

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Dubiose Angebote bei der Röntgenfilmentsorgung

Immer wieder kommt es vor, dass Betrüger unter dem Deckmantel bekannter Firmennamen mit dubiosen Angeboten locken, um an Röntgenfilme und andere Datenträger mit schutzwürdigen, personenbezogenen Inhalten sowie an wertvolle...

Gut zu wissen ...

Wie entsorge ich private Röntgenbilder richtig?

Patienten dürfen eigene Röntgenbilder prinzipiell in der grauen Tonne ihres Hausmülls entsorgen. Doch mit Blick auf den Datenschutz – Röntgenaufnahmen enthalten sensible, persönliche Informationen wie Name und Geburtsdatum – ist die Abgabe bei dem Arzt, der sie erstellt hat, sicherer. Praxen und Krankenhäuser sind zur Entsorgung gemäß Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verpflichtet. Alternativ ist eine Sendung per Brief an einen Entsorger oder die Abgabe beim nächsten Wertstoffhof möglich. Fallen größere Mengen an, bieten spezialisierte Unternehmen Abholservices per Post an.

Wie werden alte Röntgenbilder entsorgt?

Für Röntgenbilder gilt eine Aufbewahrungsfrist von mindestens zehn Jahren. Danach übernimmt sie ein zertifizierter Röntgenfilmentsorger zur sicheren und datenschutzkonformen Verwertung. Da Röntgenbilder wertvolle Rohstoffe wie Silber und Kunststoff enthalten, werden sie dem Recycling zugeführt. Gleichzeitig erfolgt im Entsorgungsprozess die unwiederbringliche Vernichtung enthaltener Daten. Weil Kliniken und andere medizinische Einrichtungen verpflichtet sind, sensible Patientendaten wie Röntgenfilme vor Fremdzugriffen zu schützen, ist bei der Entsorgung besonders große Sorgfalt geboten.

Dürfen Patienten eigene Röntgenbilder mit nach Hause nehmen?

Röntgenbilder sind Eigentum des Arztes, der sich auch um die datenschutzgerechte Röntgenfilmentsorgung kümmern muss. Patienten dürfen die Aufnahmen deshalb grundsätzlich nicht mit nach Hause nehmen. Sie haben jedoch das Recht auf Einsichtnahme der Bilder und gegen eine Gebühr ist die Erstellung von Kopien möglich. Falls eine Weiterbehandlung erfolgt, besteht ein Anspruch auf die vorübergehende Überlassung der Originalaufnahmen an den anderen Arzt. Auf diese Weise vermeidet der Patient eine weitere Röntgenuntersuchung. Sind die Unterlagen digital gespeichert, lassen sie sich kostenpflichtig in digitaler Form bereitstellen.

Datenschutz

Müssen Ärztinnen und Ärzte Patientenakten offenlegen?

Patienten haben das Recht, ihre vollständige Patientenakte einzusehen, soweit der Einsichtnahme nicht therapeutische Gründe oder sonstige erhebliche Rechte Dritter entgegenstehen. Sie dürfen auch eine elektronische Abschrift oder Kopien von Befunden, Röntgenbildern, Ultraschallbildern etc. verlangen. Die Kosten dafür kann der Arzt in Rechnung stellen. Aktiv anbieten müssen Ärzte die Einsichtnahme und Abschrift nicht. Abschriften von Unterlagen, die im Zusammenhang mit einer Aufklärung oder Einwilligung unterzeichnet wurden, müssen Patienten hingegen ausgehändigt werden (§ 630e und § 630g BGB).

Röntgenblick

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